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Samstag, 12. Februar 2011

Skifahren in Utah: Alta und Snowbird

So, gestern waren wir in Alta Skifahren, war echt schön. Es gab zwar keinen richtigen jungfräulichen Neuschnee mehr, aber an einem Hang war zumindest noch so viel Schnee dass man full speed reinhacken konnte und der Schnee einen gebremst hat und ordentlich gestaubt hat, das hat auf jeden Fall Spass gemacht. Die erste Abfahrt sind wir noch einen Hang hochgelaufen, haben aber dann festgestellt dass man von der anderen Seite direkt hinfahren kann, ohne zu laufen :-)
http://www.alta.com/



Also sind wir den ganzen Vormittag nur den einen Hang gefahren, bis er so zerfahren war, dass er auch nicht mehr so der Hammer war. Aber die Pisten waren auch ok, aber hart, was meine Nase mit ein wenig Nasenbluten bestätigen kann nachdem ich ordentlich eingeschlagen bin....

Warum das ganze Resort Boarderfrei ist und wo der Vorteil liegt kann ich auch nicht sagen, zumindest lustig ist dass Alta und Snowbird über einen Kamm verbunden ist und oben eine Infostelle ist. Dort kann man dann Transfertickets kaufen und Co. Da aber Snowbird Boarder erlaubt, wirkt es ein wenig wie ein Grenzposten der die Boarder nicht durchlässt :-)

Auf jeden Fall hatten wir super Wetter, was ein wenig befremdlich ist, ist die Tatsache dass in Alta kaum ein Sessellift Sicherheitsbügel hat, also baumelt man immer so 20m über der Piste und fühlt sich doch was komisch. Aber keiner ist rausgefallen, alles heile.

Abends waren wir dann noch in "der" shopping Mall von Salt Lake, der Getaway Mall. Aber eigentlich war es entäuschend, ziemlich klein und nur wenige coole Shops.
Danach haben wir die lustige Erfahrung gemacht, dass der Perso nicht sonderlich viel gilt, zumindest hab ich kein Bier gekriegt weil ich keinen Reisepass dabei hatte.

Heute waren wir dann in Snowbird, eigentlich sehr ähnlich wie Alta, da ja auch direkt daneben, aber es gibt dort Sicherheitsbügel und Snowboarder.
Wetter war heute wieder super, keine Wolke am Himmel, aber mit Neuschnee wär es noch besser gewesen. Aber auch so haben wir uns den Tag nicht gelangweilt, auch wenn der Park eher mau war.
http://www.snowbird.com/index.html



Danach wollten wir dann ins Cotton Bottom, eine sog. Apres Ski Kneipe mit dem legendären Garlic Burger, dem besten der Welt (steht zumindest so im Stadtführer und kann ich bestätigen). Mit europäischem Apres Ski hat das alles nix zu tun, aber auf jeden Fall ist der Laden eine Bar und deshalb muss man um überhaupt rein zu kommen 21 sein. Da der Klemens nix aus dem Vortag gelernt hat, war es wohl nix mit der Idee direkt nach der Piste zum Essen dort hin zu gehen, waren zwar da aber ohne Pass läuft eben nix.
Also wieder ab ins Motel, kurz ne Dusche mitgenommen, den Pass eingepackt und wieder zurück, und es hat sich echt gelohnt. Super lecker. Und der Seb, der nicht fahren musste, hat auch direkt Anschluss an Hagelstramme Amis gefunden :-)

Grad eben waren wir noch im obligatorischen Whirlpool, 1,2 Dosenbier und dann geht es morgen nach Park City und abens weiter Richtung Wyoming.

Donnerstag, 10. Februar 2011

Colorado-Utah: Arches National Park und Salt Lake City

So, da ich zum ersten Mal keine Uhr im Rücken habe die gegen mich läuft, versuche ich auch besser auf Groß- und Kleinschreibung zu achten :-)

Am Mittwoch sind wir von Telluride bei Schneefall in Richtung Utah losgefahren.
Die ersten Kilometer gingen echt mitten durchs Nirgendwo, mal hier ein Trailer am Straßenrand, mal da eine Hütte, mal ein Hund auf der Straße der ein Roadkill frisst... aber die Strasse immer schön geräumt.

Kurz vor der Grenze zu Utah kam dann ein Hochplateau das auf 16mls open range war, also jetzt sind keine Hunde mehr auf der Strasse sonders ausgewachsene Rinder :-) aber da die Strasse jetzt schnurgerade läuft sieht man die auch rechtzeitig.


Auch wenn auf der Karte mehrere größere Punkte passiert werden, Städte waren das alles nicht... mein Liebling war La Sal Junction, auf der Karte sah es echt groß aus, aber eigentlich gibt es da nichts außer einer Kreuzung.

Aber Moab war dann seit mehr als 100mls die erste richtige Siedlung, Stadt wäre auch übertrieben. Nach einer kurzen 5$ foot long Mittagspause ging es dann ab in den Arches National Park und rechtzeitig dazu kam auch die Sonne dazu.
Arches ist echt beeindruckend, hätten eigentlich noch mehr Zeit gebraucht, aber eigentlich haben wir doch geschafft fast alle Highlights zu sehen, nur der Double-O Arch lag ein wenig weit ab vom Schuss. Wir sind zwar schon in die Richtung gelaufen, aber da der Pfad über Felsblöcke und -grate führt, die auch ein wenig schneebedeckt waren, sind wir einfach nicht schnell genug dort hin gekommen und im Dunkeln zurück bei o.g. Wegen war dann doch was heikel... aber in der untergehenden Sonne sieht der ganze Park schon beeindruckend aus.
http://www.nps.gov/arch/index.htm




Danach sind wir noch 2h weiter gefahren und haben dann in Price übernachtet. Direkt bis Salt Lake City wäre einfach zu weit gewesen, vor allem war die Landschaft auch beeindruckend und es wäre schade gewesen die nicht zu sehen.

Über Price kann man eigentlich nicht viel sagen, wird glaub ich hauptsächlich von Durchreisenden genutzt, es reiht sich einfach ein Motel ans Nächste und dazwischen Imbissbuden.

Am Donnerstag dann ging es von Price los nach Salt Lake City. Frühstück war echt lecker, gab sogar frische Waffeln.
Unterwegs haben uns ein paar Jungs überholt, ich glaube die kamen direkt aus Las Vegas :-)

Kurz vor Mittag waren wir dann in Salt Lake City, oder besser gesagt in Downtown, davor fuhren wir schon fast ne Stunde durch Vororte und Trabantenstädtchen von SLC, einfach riesig die Stadt. Und der Verkehr.. Sebastian kann ein Liedchen von singen wenn man auf der 8 spurigen Straße ziemlich rechts ist und dann feststellt dass man für die Touristen Information links abbiegen muss. Aber zum Glück ist nur jede 2. Strasse so riesig, deshalb kamen wir nach 2-3 U-Turns doch an.
Auf jeden Fall gab es ein paar gute Karten und vor allem Rabatte fuer Motels und Skipässe.
http://www.canyonsports.com/

Aber zuerst haben wir uns von freiwilligen Missionaren durch den Temple Square führen lassen. Von den Gebäuden echt schick und die Leute auch super freundlich, aber doch irgendwie strange... Aber da in SLC der Tempel alles beherrscht, findet man zumindest alles leicht, der Tempel ist die Null und von da an werden alle Strassen einfach mit Himmelsrichtung weitergezählt. Deswegen haben wir den Ski Shop mit den günstigen Skitickets für die ganze Region an der Ecke 600 South, 200 West auch recht schnell gefunden. Und es hat sich auf jeden Fall gelohnt, für park City gab es mehr als 25% Rabatt...


Danach sind wir noch zu einem Motel an der Stadtgrenze gefahren, bei dem aus auch Rabatt von der Touri Information gab. Aber leider gab es nur noch 2 Nächte, deswegen wollten wir nochmal abchecken was eine günstige Bleibe in den Skigebieten kostet.... aber mit günstig kann man da nicht ankommen, das günstigste war 180$ pro Nase pro Nacht, aber dafür 3 warme Mahlzeiten am Tag, aber man muss sich das Badezimmer mit anderen Zimmern teilen...total unnötig, ich will doch Skifahren und nicht 3 mal warm essen.
Da der Stadtrand von SLC nur 20min Autofahrt entfernt ist haben wir uns dann doch lieber für ein Super8 Motel entschieden, zwar nur 2 Nächte, für die 3. müssen wir noch was suchen, aber dafür 120$ für beide für 2 Nächte mit Badezimmer, da fällt die Entscheidung nicht sonderlich schwer.
Und dass es endlich nicht nur freies WiFi sondern auch mal ne Maschine dazu gibt ist echt auch schön.

So, das wars für heute, morgen geht es nach Alta Skifahren, sieht ganz cool aus, steile Pisten, gestern hat es scheinbar noch geschneit, da kann man auch verkraften dass es ein Spiesser Skigebiet wie Deer Valley ist das Snowboarder aussperrt. Ich versteh den Sinn zwar nicht aber mal sehen wie es wird....

Dienstag, 8. Februar 2011

2. Tag in Telluride

Heute Nacht hat es leider nicht so viel geschneit wie gestern, deswegen waren alle Bowls von gestern noch zerfahren. Außerdem hat es zwischendurch immer wieder ein wenig gefluselt und die Sicht war auch eher mau.
Aber dafür war der Park wieder frisch präpariert, deswegen sind wir am Morgen erstmal ein wenig durch den Park gehüpft.

Der eine perfekte Bowl von gestern war sau neblig, den sind wir nur einmal nachmittags als die Sicht besser war gefahren, aber an Gestern kam der bei weitem nicht.

Ein Highlight war ein kleiner Hike zu ner Abfahrt, sobald man ein Stück laufen muss sind die Hänge noch nicht so zerfahren, also noch ganz cool.

Alles in allem ein wenig ein durchwachsener Skitag, aber Spass hat es trotzdem gemacht.

Jetzt gehen wir in Telluride, wo gerade eben die Sonne rausgekommen ist, noch was essen und dann geht es morgen aller Wahrscheinlichkeit nach in den Arches National Park und dann weiter Richtung Utah.

 

Montag, 7. Februar 2011

Erster Tag Telluride und Super Bowl

So, die ganze Nacht hatte es geschneit und deswegen war heute Morgen perfekter Tiefschnee. Leider ist der sehr schnell zerfahren, aber da die Amis einen Hang bis Mittag frei gesprengt hatten, gab es ab Mittag nochmal unberührte Hänge. Sah auch sehr lustig aus, kaum wurde der bowl mit Tiefschnee freigegeben sind alle wie die Motten zum Licht über den Hang hergefallen und man sah nur noch Fat Skis um sich rum. Aber das hält nicht lange, nach ner halben Stunde war alles zerfahren. ach ja, aus Erfahrung kann ich sagen dass Bananen ein echt schlechtes Gepäck beim Skifahren sind...
http://tellurideskiresort.com/


So, und jetzt muss ich los zum Super Bowl.
Super Bowl war ok, die richtige Stimmung kam nicht auf, aber ich glaub das ist normal bei den Amis. So saßen wir entspannt im Saloon Floradora, ein paar lecker Bier und Wings und haben hauptsächlich Werbung mit ein bißchen Football dazwischen geschaut :-)
Das Spiel war auch so naja, war am ende noch knapp, aber die richtigen Highlights haben gefehlt und bigben7 hatte mal nen sauschlechten Tag.

Fahrt von Frisco nach Telluride

Am Samstag also sind wir zur nächsten Etappe aufgebrochen. Die Nacht über hatte es geschneit und am Vorabend hatte es sich schon angekündigt: unser Suburban, der perfekt zum Laden ist (Klappe auf, alles reinschmeissen, sieht immer noch leer aus :-)) hat doch keinen Allrad. Am Abend schon sind wir kaum vom Parkplatz gekommen, jetzt mussten wir Über den tief verschneiten Vail Pass. Aber das ging alles gut, danach wurde es auch richtig warm und trocken und die Landschaft richtig beeindruckend. Wenn man nicht wüsste dass man in den Rockies ist, dann könnte man auch denken man wäre in irgendeinem Canyon.

Aber wir wussten ja dass wir auch noch nach Telluride wollen und der Name von to-hell-you-ride kommt, weil es da eher ruppigeres Klima hat.
Gott sei Dank konnten wir in Grand Junction unseren Chevy gegen einen Ford Escape tauschen, ist zwar nur halb so groß, reicht aber immer noch dicke und der Allrad hat schon gute Dienste geleistet, der Pass nach Telluride war nämlich wieder tief verschneit.



In Telluride sind wir wieder in einem Hostel, dem Mountain Side Inn. Am Abend hatten wir schon Spaß als ein Mädel von dem Skiclub der im selben Haus wohnte mit Skiern die Treppe runter gefahren ist :-)

Samstag, 5. Februar 2011

Die ersten 3 Tage Skifahren in Colorado

Leider ist meine Zeit im Internetcafe gleich rum, deswegen kann ich nur noch schnell ein paar Worte zum Skifahren schreiben:
Am ersten Tag waren wir in Copper Mountain, super schön, aber sau kalt, -30 Grad, aber leer, und Sonnenschein und perfekt präpariert. Obwohl es ein eher kleines Skigebiet ist haben die einen perfekten Park mit Super Pipe, größer als manch deutsches Skigebiet. Allerdings muss man bei den Temperaturen alle halbe Stunde mal aufwärmen gehen weil die Kälte einfach durch und durch geht.
http://www.coppercolorado.com/winter/


Am 2. Tag waren wir in Breckenridge, auch ein riesen Skigebiet mit großen Parks, aber am beeindruckendsten sind die Jungs im Park, da hauen die mal einfach so 1080 oder ähnlichen kranken Scheiß raus :-) Und dabei sind die Kicker riesig und die Jungs ohne Helm unterwegs... werden wahrscheinlich nicht alt, aber ich bin trotzdem was neidisch.
In Breckenridge war es auch direkt 20 Grad wärmer als am Vortag, aber -10 ist immer noch frisch. Aber dafür haben wir auf einer Double Black Diamond Strecke noch was Powder gefunden, war cool mal endlich ein bißchen weißes Gold sprühen zu lassen:-)
Zum Thema Black Diamond: der Amerikaner an sich neigt ja auch zu Übertreibungen, eingeteilt werden die Pisten in grün (für Anfänger), blau für Fortgeschrittene, dann kommt schon black diamond (most difficult) und dann double black diamond (experts only). Aber der Wortlaut trifft einfach nicht zu, klar ist schwarz ein bißchen steiler, aber dafür ist grün auch nicht mehr als ne Langlauf Loipe, eigentlich muss man auf jeder Grünen die Stöcke zum Schieben benutzen. Deshalb sind die double blacks auch nicht unbedingt hammer schwer, nur wenn ein EX fuer extreme terrain drin steht, dann lässt man lieber die Finger von, dann kommen auch schon mal Klippen drin vor.
http://www.breckenridge.com/




Am dritten Tag waren wir in Beaver Creek, auch ein wenig angelockt vom Namen. Schön aufgemacht ist es schon, aber eigentlich war Breckenridge und Copper besser. Klar ist es riesig, aber die meisten Pisten sind grün, und was man davon zu halten hat hab ich ja oben schon erwähnt :-)
Aber der erste Run, ich glaub er hieß Royal Elk, war schon sehr geil, frischer Neuschnee und dann ab durch den Wald.
Wenn es einfach nur nicht so anstrengend wäre und auf 3500m die Luft nicht so dünn wäre.. so hält man doch immer wieder mal an und pfeift wie so ein alter Dudelsack...
http://www.beavercreek.com/



Am Abend waren wir dann noch bei KFC essen, aber man sollte nicht in europäischen Normen denken: Das Angebot ist 7 Teile mit Trinken, Krautsalat und Kartoffelpü fuer 10$, klingt super. Nur dass 7 Teile 7 komplette Hähnchenschenkel und Flügel sind und auch Krautsalat und Kartoffelpü in Unmengen serviert werden, so dass wir noch am nächsten Tag von satt wurden, Gott sei Dank gibt es ja überall auf dem Zimmer Mikrowellen.
http://www.alpineinnfrisco.com/

Hinflug: lange Reise, aber viel Glueck

Am 1.2. ging es los, erstmal um 9.25 in Köln los und schön in die falsche Richtung nach München. Alles ganz entspannt. Aber in München geht dann der Zettelkrieg los, nicht nur dass man davor eine Einreisegenehmigung elektronisch abgeben muss, nein, jetzt das gleiche nochmal schriftlich und dann noch ob man essbares mitbringt...
Nach elends langen 9h dann sind wir in Chicago gelandet, die Landung war schon was ruppig weil ein Blizzard angesagt war und der Schnee kam auch waagerecht an. Also schnell raus aus dem Flugzeug und hoffen dass der Anschlussflug überhaupt fliegt. Wir hatten nur eine Stunde, und davor mussten wir unser ganzes Gepäck erstmal abholen, durch den Zoll schleppen, direkt wieder aufgeben und dann einchecken. War ein wenig stressig, aber hat alles funktioniert. Und im Nachhinein hatten wir so ein Glück, super viele Flüge wurden gecancelt, am nächsten Tag war der Flughafen in Chicago sogar ganz dicht.
Aber alles lief gut, sind planmässig in Denver gelandet (dort gibt es sogar ein extra Gepäckband für Ski :-)), Mietwagen abgeholt und direkt nach Frisco gefahren. Gebucht haben wir einen Intermediate SUV, also Ford Escape oder Ähnliches, hatten die aber nicht da, deshalb haben wir nen riesen Chevy Suburban gekriegt:-) Gegen halb 11 amerikanischer Zeit, also halb 7 morgens deutscher Zeit sind wir dann total müde ins Bett gefallen.